Interessengruppe für den Erhalt des
dörflichen Charakters in Wilstedt


Naturschutz

Der Natur- und Lebensraum im ländlichen Bereich hat im vergangenen Jahrhundert einschneidende und schnell ablaufende Veränderungen erfahren. Das Bild Wilstedts und das Leben im Dorf haben sich infolge der Entwicklungen gewandelt. Wurden Wilstedt und die umgebende Landschaft Jahrhunderte lang durch eine bäuerliche, kleinstrukturierte Landwirtschaft geprägt, so änderte sich dies seit der Mitte des letzten Jahrhunderts. In der Landwirtschaft begann der bis heute andauernde Strukturwandel, der zur Spezialisierung und Rationalisierung und zu immer größeren Investitionen in der Landwirtschaft zwang.

Damit verbunden sind immer größere Ackerschläge, Maismonokulturen und der Verlust u.a. von Hecken, Feldgehölzen und ungenutzten und naturnahen Feucht- und Moorbereichen.

Mittlerweile ist die Funktions-, Leistungs- und Regenerationsfähigkeit des Naturhaushalts gefährdet. Dies zeigt sich ganz deutlich am Verlust vieler heimischer Tier- und Pflanzenarten. Die an natürlichen Strukturen verarmte Landschaft weist auch für den Menschen einen immer geringeren Erholungs- und Erlebniswert auf.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen gilt es die natürliche Vielfalt der heimischen Pflanzen- und Tierarten sowie ihre Lebensräume zu erhalten und zu entwickeln. Nur eine vielfältige, intakte Landschaft ist Voraussetzung für Naturerlebnis und Naturverbundenheit und trägt zur Erholung und damit zur Gesundheitsvorsorge bei.

Die Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist Anliegen von Natürlich Wilstedt. Wir treten deshalb dafür ein, dass unsere Lebensweise diese Lebensgrundlagen nicht zerstört. Wir setzen uns dafür ein, dass die Lebensräume für Tiere und Pflanzen sowie die Vielfalt der Arten erhalten und nach Möglichkeit vermehrt werden.

Ein Instrument, diese Ziele zu erreichen, ist die Ausweisung von Landschafts- und Naturschutzgebieten durch den Landkreis Rotenburg.

Bereits 1979 wurde in unserem Bereich das Landschaftsschutzgebiet „Obere Wörpe“ und 1987 das Landschaftsschutzgebiet „Buchholzer und Wilstedter Moor“ ausgewiesen.

Nach dem Regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreises Rotenburg (RROP) sind für das „Wilstedter Holz“ die Voraussetzungen für ein weiteres Landschaftsschutzgebiet erfüllt. Und im Osterbruch, in der oberen Wörpeniederung, sind sogar die Voraussetzungen zur Ausweisung eines neuen Naturschutzgebietes erfüllt.

Natürlich Wilstedt setzt sich deshalb für die Ausweisung dieser im RROP des Landkreises Rotenburg/Wümme vorgesehenen Schutzgebiete ein.

Zur Belebung, Gliederung und Pflege des Orts- und Landschaftsbildes hat die Gemeinde Wilstedt schon 1982 eine Baumschutzsatzung ins Leben gerufen. Nicht umsonst wird Wilstedt, insbesondere mit seinem Dorfkern rund um den Brink, mit einem eindrucksvollen alten Baumbestand in Verbindung gebracht. Die Umsetzung der Baumschutzsatzung bedeutet aber auch, dass da, wo es fachlich erforderlich und z.B. aus Sicht der Verkehrssicherung unumgänglich ist, Bäume gefällt werden müssen. Aber es gilt, dass für jeden gefällten Baum an einer geeigneten Stelle ein neuer Baum gepflanzt werden muss. Nur so lässt sich unser von Großbäumen geprägtes Dorfbild erhalten.

Natürlich Wilstedt setzt sich dafür ein, dass der Baumschutz in Wilstedt konsequent umgesetzt wird.

Die Gemeinde Wilstedt sollte dort, wo es in ihren Möglichkeiten steht, naturnahe Strukturen außerhalb des Dorfes, draußen in der Landschaft zurückgewinnen oder auch neu schaffen. Beispielsweise können naturnahe Wegränder in der landwirtschaftlich intensiv genutzten Landschaft wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen darstellen. Sie tragen zum Austausch von Tier- und Pflanzenarten bei, bereichern gleichzeitig das Landschaftsbild und dienen so als landschaftsbelebende Elemente auch den erholungssuchenden Menschen. Oftmals gehören diese Wegraine zu gemeindeeigenen Wegeparzellen, die aber stillschweigend in die angrenzende Ackernutzung einbezogen wurden.

Natürlich Wilstedt setzt sich dafür ein, die gemeindeeigenen Wegränder wieder ihrer angedachten Nutzung zuzuführen und da, wo möglich, mit Bäumen bzw. Hecken zu bepflanzen. Hierfür wurde bereits 2010 eine mögliche Umsetzung dieser Maßnahme ausgearbeitet und ein entsprechender Antrag in den Gemeinderat eingebracht und dort mehrheitlich befürwortet.

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